FREAK-Sicherheitslücke: PC prüfen – Test für Firefox, Chrome und Co. (Android, iOS, Mac, Windows)

Martin Maciej 2

Kein Monat vergeht, ohne dass eine neue schwerwiegende Sicherheitslücke aufgedeckt wird, über die Cyber-Kriminelle Attacken auf fremde Computer durchführen können. Aktuell sorgt die FREAK-Lücke für Kopfzerbrechen bei IT-Sicherheitsexperten. Hier erfahrt ihr, wie man seinen Browser auf den FREAK-Bug überprüfen kann.

FREAK-Sicherheitslücke: PC prüfen – Test für Firefox, Chrome und Co. (Android, iOS, Mac, Windows)
Bildquelle: Sergey Nivens via Shutterstock.

FREAK äußert sich dadurch, dass der SSL/TLS-Daten von Angreifern auch in eigentlich sicheren HTTPS-Verbindungen abgefangen und eingesehen werden können. Die Bezeichnung FREAK leitet sich ab von „Factoring Attack on RSA-EXPORT Keys“).

FREAK-Sicherheitslücke im Browser gefährdet HTTPS

Mittels FREAK-Bug können auch eigentlich sichere und per HTTPS-verschlüsselte Webseiten geknackt werden. Microsoft gibt an, dass auch der Internet Explorer Opfer von FREAK-Attacken sein kann. Neben SSL und TLS sind auch OpenSSL verschlüsselte Inhalte gefährdet.

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Die Schwachstelle besteht sowohl in der aktuellen Windows 8.1-Version als auch bei Windows 8, 7, und Vista. Zudem sind die vorinstallierten Browser auf Android- und iOS-Geräten betroffen. Ein Patch zur Beseitigung von FREAK sei bereits in Arbeit.

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Diese 15 Gefahren lauern in öffentlichen WLAN-Netzen.

FREAK-Sicherheitslücke: Welcher Browser ist sicher?

Folgende Browser sind in den aktuellsten Versionen vor FREAK gefeit:

Beachtet, dass ihr die jeweils aktuellste Version auf der Festplatte haben solltet, um Sicherheitslücken und –probleme zu vermeiden.

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Der Internet Explorer ist für Windows Vista, 7 und 8 sowie in der Serverversion unsicher. Auch Safari auf MacOS X ist von FREAK betroffen. Bei älteren Mac-Versionen ist die HTTPS-Sicherheitslücke auch unter Chrome und Opera aktiv.

Bei Smartphone- und Tablet-Versionen der Browser sieht die Gefährdung durch den FREAK-Bug folgendermaßen aus:

  • Firefox für Android: sicher
  • Android-Browser: unsicher
  • Chrome für Android: sicher
  • Internet Explorer für Windows Phone: unsicher

FREAK: Ist euer PC, Tablet oder Smartphone betroffen?

Ob euer Rechner von der FREAK-Sicherheitslücke betroffen oder euer Browser sicher ist, könnt im verlinkten Test überprüfen.

  1. Öffnet die URL freakattack.com im Browser.
  2. Dort wird neben diversen Hinweisen und tiefergehenden Informationen zum FREAK-Bug nach einer kurzen Ladezeit ein farblich markierter Text angezeigt.
  3. Sollte ein Warntext mit rotem Hintergrund angezeigt werden, ist euer System gefährdet.
  4. Bei einem blau hinterlegten Text ist der Browser sicher.

Sollte der Test bei euch einen Sicherheitsmangel aufzeigen, solltet ihr den Browser wechseln. Zusätzlich sollten alle installierten Browser auf dem PC umgehend geupdatet werden. Apple kündigt etwa an, dass die Lücke in OS X und iOS in der kommenden Woche gepatcht wird. Google soll bereits Patches ausgeliefert haben.

Erfahrt bei uns auch, wie man Vi-View entfernen kann.

Bildquellen: GlebStock und lolloj

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