Amazon lüftet das Geheimnis um die Anzahl der Prime-Abonnenten

Stefan Bubeck

Im Wettrennen um die meisten zahlenden Abonnenten mischt Amazon ganz oben mit: Nachdem er jahrelang dazu geschwiegen hat, lies Amazon-Boss Jeff Bezos nun die Katze aus dem Sack und verriet in einem Schreiben an die Aktionäre, wie erfolgreich Amazon Prime tatsächlich ist.

Amazon lüftet das Geheimnis um die Anzahl der Prime-Abonnenten
Bildquelle: Getty Images / AdrianHancu.

Amazon Prime: 100 Millionen Mitglieder und starkes Wachstum

Der aktuelle Brief an die Amazon-Anleger strotzt nur so vor interessanten Zahlen. Besonders ins Auge sticht die Angabe der Mitglieder des vor 13 Jahren gestarteten kostenpflichtigen Angebots Amazon Prime. Laut Bezos seien hier mittlerweile weltweit 100 Millionen Abonnenten angemeldet. Bei Amazon Prime handelt es sich um einen Dienst des Online-Händlers, der für in erster Linie Versandvorteile bietet und darüber hinaus auch mit Filmen-, Serien- und Musik-Streaming (2 Millionen Songs) punktet. Alles dazu und wie man den Service richtig nutzt, könnt ihr im folgenden Ratgeber nachlesen.

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So holt man alles aus Amazon Prime heraus.

Zum Vergleich: Die beiden großen Musik-Streaming-Dienste Apple Music und Spotify kommen auf 36 Millionen, respektive 71 Millionen Abonnenten. Amazon Prime ist somit dem Video-Streaming-Dienst Netflix auf den Fersen, der im ersten Quartal 2018 rund 125 Millionen Abonnenten weltweit vorzuweisen hat.

Bei Amazon ist Powerpoint verboten

Bezos verrät in seinem Schreiben einen Aspekt, der vielleicht auch ein Grund für den Erfolg seiner Firma ist: Bei Amazon werden keine Powerpoint-Präsentationen oder vergleichbare Folien-Formate verwendet. Stattdessen kommunizieren die Mitarbeiter untereinander mit sechsseitigen strukturierten Memos (Kurzmitteilung, Notiz), in denen durchaus auch mal eine Woche Arbeit des jeweiligen Teams dahintersteckt. „Die großartigen Memos werden geschrieben und umgeschrieben, sie werden mit Kollegen geteilt. Diese werden gebeten, die Arbeit zu verbessern, für ein paar Tage beiseitezulegen und dann wieder mit frischem Verstand zu bearbeiten“, erläutert der Amazon-Chef.

Die dunkle Seite des Erfolgs: Amazon ist Anfang dieser Woche erneut für seine Arbeitsbedingungen in Kritik geraten, nachdem ein britischer Journalist enthüllte, dass Lagermitarbeiter angeblich in Flaschen urinieren, um mit dem Zeitdruck während ihrer Schichten zurechtzukommen.

Quellen: Amazon, Quora

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